Umkehrung von Wirkung und Ursache


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Posted by Alban on June 30, 2004 at 05:49:05:

In Reply to: Re: Sorge ist eine Form des Todes... posted by gil on June 17, 2004 at 20:10:05:

: gil: Aber wie erklaeren Sie, dass der EKIW auch ein Übungsbuch sein will?

Alban: Ja, der Kurs ist ein Geistestraining. Das ergibt sich aus der Grundprämisse, nämlich, dass Sie nicht von hier sind und sich nicht verändern können, weil Sie sich nicht selbst erschaffen haben. Demzufolge müssen Sie so sein, wie Sie erschaffen wurden. Hier, in dieser Welt denken Sie nicht gemäß diesen Grundlinien. Sie sind ständig damit beschäftigt, das zu rechtfertigen, was sich nicht rechtfertigen lässt, das, was hier offensichtlich ist. Dies, obwohl Sie nicht wissen, warum Sie hier sind, wer Sie sind, und wohin Sie gehen. Sie treffen ihre Urteile auf einer falschen Grundlage, und das gilt für alle Urteile dieser Welt. Kein einziges ist wahr, wenn sie nicht ein Körper sind, und Sie sind nicht ein Körper.

Meine Gedanken zeigen mir, was ich über mich selbst denke, denn alle Gedanken sind Gedanken über mich selbst. Was ich über mich denke und glaube, verändert nicht, was ich bin, verändert nicht die Wahrheit. Aber, das was ich in meinen Geist akzeptiere, das muss für mich wirklich sein. Daher ist die Frage, was ich lernen will, was ich erfahren will. Wenn Sie sich Ihre Gedanken den Tag über ansehen, dann werden Sie feststellen, dass Sie immer mit vergangenen oder zukünftigen Zuständen und Ereignissen beschäftigt sind, was Sie selbst auslöschen muss, weil weder die Zukunft noch die Vergangenheit existieren. Es ist also die Frage, was Sie denken. Denken Sie bedeutungslose Gedanken, die sich widersprechen und völlig ohne eine Ordnung sind und Ihnen eine bedeutungslose Welt zeigen, oder denken Sie mit dem Geist der Wahrheit, dem Geist, der nicht getrennt ist und keine Gegenteile kennt? Sie erfahren das Ergebnis, unweigerlich. Das, was Sie erfahren, ist immer das Ergebnis Ihrer Wahl, ihrer Gedanken. Die Lektion, die zu lernen ist, ist, dass dies für alles zutrifft und keine Ausnahme kennt. Nur dann ist Freiheit möglich, nur dann ist Frieden und Ganzheit möglich.

Daher muss ich meinen Geist disziplinieren, weil ich ihn in einem völlig chaotischen Zustand vorfinde, weil ich nicht glücklich bin mit den Resultaten meines Geistes. Weil ich mich gelehrt habe, dass mein Wille nicht mein Wille ist, dass meine Gedanken nicht mir gehören, und sogar, dass ich jemand anderer bin und dies übermäßig gelernt habe, brauche ich eine Umwandlung in meinem Geist, und Ein Kurs In Wundern stellt dieses Mittel zur Verfügung, für jeden Tag eine Lektion.

In Lektion 91 heißt es:
"1. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Wunder und Schau notwendig zusammengehören. Das bedarf der Wiederholung, und zwar immer wieder. Es ist ein zentraler Gedanke in deinem neuen Denksystem und in der Wahrnehmung, die es erzeugt. Das Wunder ist immer da. Seine Anwesenheit wird nicht durch deine Schau bewirkt; seine Abwesenheit folgt nicht daraus, dass du es nicht siehst. Nur dein Gewahrsein der Wunder wird davon berührt. Du wirst sie im Licht sehen; du wirst sie nicht in der Dunkelheit sehen.
2. Für dich ist Licht also entscheidend. Solange du im Dunkel bleibst, bleibt das Wunder unsichtbar. Und deshalb bist du überzeugt, dass es nicht da ist. Das folgt aus den Voraussetzungen, aus denen die Dunkelheit kommt. Das Licht zu verleugnen führt dazu, dass du es nicht wahrnehmen kannst. Das Licht nicht wahrzunehmen heißt, Dunkelheit wahrzunehmen. Dann ist das Licht nutzlos für dich, auch wenn es da ist. Du kannst es nicht benutzen, weil du seine Anwesenheit nicht erkennst. Und die scheinbare Wirklichkeit der Dunkelheit macht die Idee des Lichts bedeutungslos.
3. Gesagt zu bekommen, dass das, was du nicht siehst, vorhanden ist, klingt wie Wahnsinn. Es ist sehr schwer, die Überzeugung zu erlangen, dass es Wahnsinn ist, nicht zu sehen, was da ist, und statt dessen zu sehen, was nicht da ist. Du zweifelst nicht daran, dass die Augen des Körpers sehen können. Du zweifelst nicht daran, dass die Bilder, die sie dir zeigen, die Wirklichkeit sind. Du setzt deinen Glauben in das Dunkel, nicht in das Licht. Wie kann dies umgekehrt werden? Für dich ist es unmöglich, doch bist du dabei nicht allein..."


: gil: Lassen wir dann die Politik beiseit und die Welt so stehen, wie sie eben ist: voller Injustizen, Kriege, Hunger etc.

Die Frage bei allem Tun wird immer sein, wozu? Was motiviert mich in jeglicher Situation? Diese Frage lässt sich nicht von der Frage trennen, wer ich bin und der Frage nach der Ursache dieser Welt. Wenn eine Veränderung geschehen soll, müsste die Ursache verändert werden. Wenn ich die alleinige Ursache bin, kann ich unmöglich eine Veränderung herbeiführen, wenn ich handle, als ob ich nicht die (totale) Ursache bin.

aus Kapitel 21, "Vernunft und Wahrnehmung":

"1. Wahrnehmung wird durch Projektion erzeugt. Die Welt, die du siehst, ist das, was du ihr gegeben hast, nicht mehr als das. Doch wenn sie auch nicht mehr als das ist, ist sie auch nicht weniger. Deswegen ist sie für dich wichtig. Sie ist das Zeugnis für den Zustand deines GEISTES, das äußerliche Bild eines inneren Zustands. Wie ein Mensch denkt, so nimmt er wahr. Suche deshalb nicht, die Welt zu ändern, sondern entscheide dich, dein Denken über die Welt zu ändern. Die Wahrnehmung ist eine Folge und nicht eine Ursache. Das ist der Grund, weswegen eine Rangordnung der Schwierigkeit bei Wundern bedeutungslos ist. Alles, was mit der Schau betrachtet wird, ist geheilt und heilig. Nichts, was ohne sie wahrgenommen wird, bedeutet irgend etwas. Und wo keine Bedeutung ist, da ist Chaos.
2. Verdammung ist dein Urteil über dich selbst, und dieses wirst du auf die Welt projizieren. Siehst du sie als verdammt an, so wirst du nur das sehen, was du getan hast, um den SOHN GOTTES zu verletzen. Wenn du Unglück und Katastrophen siehst, so hast du ihn zu kreuzigen versucht. Wenn du Heiligkeit und Hoffnung siehst, so hast du dich dem WILLEN GOTTES angeschlossen, ihn zu befreien. Es gibt keine Wahl, die zwischen diesen beiden Entscheidungen liegt. Und du wirst das Zeugnis ebenjener Wahl erblicken, die du getroffen hast, und daraus klar erkennen lernen, welche du gewählt hast. Die Welt, die du siehst, zeigt dir nur, wie viel Freude du dir erlaubt hast in dir zu sehen und als die deine anzunehmen. Und wenn dies ihre Bedeutung ist, dann muss die Macht, ihr Freude zu geben, in dir liegen."

Herzliche Grüße,
Alban


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