Posted by Alban on July 18, 2004 at 08:39:48:
In Reply to: Meister Eckhart: Eins, Sein, NIchts, Gott[heit] posted by gil on July 13, 2004 at 22:22:40:
Hi Gil,
danke für diese tollen Zitate. Sagst Du damit, dass Du nicht ein Körper bist?
"Darum sage ich: Wenn sich der Mensch abkehrt von sich selbst und von allen geschaffenen Dingen - so weit du das tust, so weit wirst du geeint und beseligt in dem Fünklein in der Seele, das weder Zeit noch Raum je berührte. Dieser Funke widersagt allen Kreaturen und will nichts als Gott, unverhüllt, wie er in sich selbst ist. Ihm genügt's weder am Vater noch am Sohne noch am Heiligen Geist noch an den drei Personen (zusammen), sofern eine jede in ihrer Eigenheit besteht."
Um diese Abkehr leisten zu können, müsste ich kein Körper sein, oder?
Was also gilt es zu vollbringen? Wenn ich nicht ein Körper bin, kann ich in jedem Moment mich von ihm und dieser Welt abkehren und gehen, ich selbst sein, und das müsste ich tun, um ich selbst zu sein.
Doch in der Gewohnheit meines falschen Denkens, dass ich ein Körper bin und die Dinge dieser Welt schätze, und mich in Angriff und Verteidigung meiner falschen Identität zu verstricken, muss ich offenbar eine Entscheidung treffen, dass ich das nicht mehr will. Ich muss die Hindernisse aufheben, die mich nicht sehen lassen, wer ich wirklich bin. Dazu gibt es den Kurs in Wundern.
Aus der Einleitung geht völlig klar hervor, dass nur eine Entscheidung treffen kann und muss.
"Dies ist ein Kurs in Wundern. Es ist ein Pflichtkurs. Nur die Zeit, in der du ihn machst, steht dir frei. Freier Wille bedeutet nicht, dass du den Lehrplan bestimmen kannst. Es bedeutet nur, dass du wählen kannst, was du zu einer gegebenen Zeit lernen willst. Der Kurs zielt nicht darauf ab, die Bedeutung der Liebe zu lehren, denn das ist jenseits dessen, was gelehrt werden kann. Er zielt vielmehr darauf ab, die Blockaden zu entfernen, die dich daran hindern, dir der Gegenwart der Liebe, die dein angestammtes Erbe ist, bewusst zu sein. Das Gegenteil von Liebe ist Angst, doch was allumfassend ist, kann kein Gegenteil haben.
Dieser Kurs kann daher ganz einfach so zusammengefasst werden:
Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
Nichts Unwirkliches existiert.
Hierin liegt der Frieden GOTTES."
Ich muss üben, mein Denken über mich selbst und die Welt zu ändern. Nichts kann davon ausgeschlossen bleiben. Denn ich habe keine neutralen Gedanken. Das ist die Lektion 16.
"Ich habe keine neutralen Gedanken.
Der heutige Leitgedanke ist ein erster Schritt bei der Auflösung der Überzeugung, deine Gedanken hätten keine Wirkung. Alles, was du siehst, ist das Ergebnis deiner Gedanken. Es gibt keine Ausnahme von dieser Tatsache. Gedanken sind nicht groß oder klein, mächtig oder schwach. Sie sind lediglich wahr oder falsch. Diejenigen, die wahr sind, erschaffen ihr eigenes Ebenbild. Diejenigen, die falsch sind, bringen das ihre hervor.
Es gibt keine Vorstellung, die sich selbst mehr widersprechen würde als die der »nichtigen Gedanken«. Was die Wahrnehmung einer ganzen Welt entstehen lässt, kann man kaum »nichtig« nennen. Jeder deiner Gedanken trägt zur Wahrheit oder Illusion bei; entweder dehnt er die Wahrheit aus, oder er vervielfacht die Illusionen. Du kannst in der Tat das Nichts vervielfachen, aber dadurch wirst du es nicht ausdehnen.
Außer deiner Einsicht, dass Gedanken niemals nichtig sind, verlangt die Erlösung, dass du auch einsiehst, dass jeder deiner Gedanken entweder Frieden oder Krieg, entweder Liebe oder Angst bringt. Ein neutrales Ergebnis ist unmöglich, weil ein neutraler Gedanke unmöglich ist. Die Versuchung, Gedanken der Angst als unwichtig, trivial und als keiner weiteren Beachtung wert abzutun, ist so groß, dass es für dich grundlegend wichtig ist, sie alle als gleichermaßen zerstörerisch, aber auch als gleichermaßen unwirklich zu begreifen. Wir werden diesen Leitgedanken in vielen Formen üben, bevor du ihn wirklich verstehst.
Erforsche beim Anwenden des heutigen Leitgedankens deinen Geist etwa eine Minute lang mit geschlossenen Augen, und bemühe dich aktiv, keinen »kleinen« Gedanken zu übersehen, der möglicherweise dazu neigt, sich der Erforschung zu entziehen. Das ist recht schwierig, bis du dich daran gewöhnt hast. Du wirst feststellen, dass es dir noch immer schwer fällt, keine künstlichen Unterscheidungen zu treffen. Jeder Gedanke, der dir einfällt, der Eigenschaften ungeachtet, die du ihm zuschreibst, eignet sich für die Anwendung des heutigen Leitgedankens.
Wiederhole in den Übungszeiten zunächst den Leitgedanken für dich, und während dann ein Gedanke nach dem anderen vor dein geistiges Auge tritt, halte ihn einen Augenblick lang im Bewusstsein fest, während du dir sagst:
Dieser Gedanke über _____ ist kein neutraler Gedanke.
Jener Gedanke über ______ ist kein neutraler Gedanke.
Benutze wie üblich den heutigen Leitgedanken auch, wann immer du einer bestimmten Gedankens gewahr bist, der Unbehagen hervorruft. Zu diesem Zweck wird folgende Form vorgeschlagen:
Dieser Gedanke über _______ ist kein neutraler Gedanke, weil ich keine neutrale Gedanken habe.
Es werden vier oder fünf Übungszeiten empfohlen, wenn du sie als einigermaßen mühelos empfindest. Wenn Anstrengung damit verbunden ist, reichen drei aus. Die Dauer der Übung sollte ebenfalls verkürzt werden, wenn Unbehagen auftritt."
Damit kann ich beginnen, mein Denken wieder zu achten, denn jeder Versuch, die Macht meines Denkens herabzusetzen, mag mir vielleicht die Angst vor meinen Gedanken nehmen, wird mich aber kaum mein Denken achten lassen und somit meine wirkliche Macht mir nicht bewusst sein lassen, denn das, was ich nicht wertschätze, kann kaum bei mir bleiben.
Die heutige Tageslektion 199 lautet: "Ich bin kein Körper. Ich bin frei."
"Ich bin kein Körper. Ich bin frei.
Freiheit muss so lange unmöglich sein, wie du einen Körper als dich selbst wahrnimmst. Der Körper ist eine Grenze. Wer die Freiheit in einem Körper sucht, der sucht nach ihr, wo sie nicht gefunden werden kann. Der Geist kann befreit werden, wenn er sich nicht mehr in einem Körper sieht, fest an ihn gebunden und durch seine Gegenwart geschützt. Wenn das die Wahrheit wäre, wäre der Geist fürwahr verletzlich!
Der Geist, der dem HEILIGEN GEIST dient, ist auf ewig unbegrenzt, auf jede Weise, jenseits der Gesetze von Zeit und Raum, durch vorgefasste Meinungen ungebunden und mit Stärke und Macht, alles zu tun, worum er gebeten wird. Angriffsgedanken können in einem solchen Geist nicht Einlass finden, weil er der QUELLE der Liebe gegeben wurde, und Angst kann nie in einen Geist eintreten, der sich der Liebe angeschlossen hat. Er ruht in GOTT. Und wer kann Angst haben, der in UNSCHULD lebt und nur liebt?
Es ist wesentlich für deinen Fortschritt in diesem Kurs, dass du den heutigen Gedanken akzeptierst und er dir sehr lieb ist. Kümmere dich nicht darum, dass er für das Ego völlig wahnsinnig ist. Dem Ego ist der Körper teuer, weil es in IHM wohnt und mit dem Heim, das es gemacht hat, vereint lebt. Er ist ein Teil der Illusion, die es davor geschützt hat, selbst als illusionär befunden zu werden.
Hier versteckt es sich, und hier kann es als das, was es ist, gesehen werden. Verkünde deine Unschuld, und du bist frei. Der Körper verschwindet, weil du keinen Bedarf für ihn hast außer dem, den der HEILIGE GEIST in IHM sieht. Dafür erscheint der Körper als eine nützliche Form für das, was der Geist zu tun hat. So wird er zum Gefährt, das dabei hilft, dass die Vergebung ausgedehnt wird bis hin zum alles einschließenden Ziel, das sie nach GOTTES Plan erreichen muss.
Halte den heutigen Gedanken hoch, und übe ihn heute und jeden Tag. Mach ihn zu einem Teil jeder deiner Übungszeiten. Es gibt keinen Gedanken, der nicht dadurch an Macht gewinnt, der Welt zu helfen, und keinen, der nicht ebenfalls an zusätzlichen Gaben für dich gewinnt. Mit diesem Gedanken lassen wir den Ruf der Freiheit rund um die Welt erschallen. Möchtest du denn vom Annehmen der Gaben, die du gibst, ausgenommen sein?
Der HEILIGE GEIST ist das Zuhause eines jeden Geistes, der nach Freiheit sucht. In IHM hat jeder Geist gefunden, was er gesucht hat. Der Zweck des Körpers ist jetzt unzweideutig. Und er wird in der Fähigkeit vollkommen, einem ungeteilten Ziel zu dienen. Der Körper dient in konfliktfreier und unzweideutiger Reaktion auf den Geist, der nur den Gedanken der Freiheit zum Ziel hat, und dient seinem Zweck gut. Ohne die Macht, zu versklaven, ist er ein würdiger Diener der Freiheit, die der Geist im HEILIGEN GEIST sucht.
Sei heute frei. Und trage Freiheit als Gabe zu denen, die immer noch glauben, sie seien in einem Körper versklavt. Sei du frei, damit der HEILIGE GEIST sich deines Entrinnens aus der Knechtschaft bedienen kann, um die vielen zu befreien, die sich als gebunden, hoffnungslos und angstvoll sehen. Lass Liebe durch dich ihre Ängste ersetzen. Nimm du jetzt die Erlösung an, und gib IHM deinen Geist, DER dich anruft, IHM diese Gabe darzubringen. Denn ER möchte dir vollkommene Freiheit, vollkommene Freude und eine Hoffnung geben, die in GOTT volle Erfüllung findet.
Du bist GOTTES SOHN. 1n Unsterblichkeit lebst du für immer. Möchtest du nicht deinen Geist dem wiedergeben? Dann übe den Gedanken gut, den der HEILIGE GEIST dir für heute gibt. Deine Brüder sind mit dir in IHM befreit, die Welt ist mit dir zugleich gesegnet, GOTTES SOHN wird nicht mehr weinen, und der HIMMEL bietet Dank an für die Mehrung der Freude, die dein Üben sogar ihm bringt. Und GOTT SELBST dehnt SEINE LIEBE und SEIN Glück jedes Mal aus, wenn du sagst:
Ich bin kein Körper.
Ich bin frei.
Ich höre die STIMME, DIE GOTT mir gab, und IHR allein gehorcht mein Geist."
Es ist in der Tat ein Wunder, dass dies hier ist und jedem zugänglich ist, um eine wirkliche Alternative zu erfahren. Wer sonst könnte dies vollbracht und verfasst haben, wenn nicht ein Geist jenseits der Zeit, einer, der alle Grenzen überwunden hat? Und zurückgekommen ist, um mir den Weg zu zeigen. Gehen muss ich ihn selbst.
Herzliche Grüße,
Alban